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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Was ist ein Konzern?

Ein Konzern ist eigentlich nur eine künstliche Machtkonzentration zum Zwecke größtmöglicher Finanz-Effizienz. Das Gebilde Konzern ist in sich selbst dabei im Grunde nichts. Ein Konzern besteht ausschließlich aus gegenseitigen Zusagen und Absprachen unter kapitalkräftigen Geldgebern und deren Erfüllungswilligen.

Das Bild, das ein Konzern abgibt, zeigt mehr als an ihm wirklich dran ist. Alle Macht und all die Reichtümer sind nur eine "Ansammlung der abgesprochenen Materialflut" einiger Reicher, deren Gebefreudigkeit auf luxuriösem Überfluss und Profitsucht beruht. Diese Reichen fordern von dieser Absprachenkonstruktion "Konzern" jederzeit höchsten Gewinn. Damit ist der Konzern selbst zur gnadenlosen Ausbeutung aller Ressourcen verpflichtet. Er ist damit zur Maschinerie geworden - ohne wirkliches Leben. Eine künstliche Konstruktion zur rigorosen und alle menschlichen Bedenken hinwegfegenden Verwirklichung wirtschaftlicher Ziele.

Bis zu einem gewissen Punkt macht das Sinn und der gesellschaftliche Schaden ist geringer als der wirtschaftliche Effekt. Jedoch kippt das Positive schnell ins Gegenteil. Ab einem frühen Zeitpunkt gedeiht der Konzern nur noch durch eiserne Unterdrückung. Dann macht der Konzern keinen Unterschied mehr zwischen Menschen und Volkswirtschaft oder Mitbewerbern und Konkurrenten. Im Rudel initiieren Konzerne sogar Kriege.

Jeder Betrieb, der an die Börse geht und sich diese phantastische Finanzspritze abholt, liefert sich dem nicht zu bändigenden Willen zur Ausbeutung aus. Damit wird dieser ehemalige Betrieb zu einer Einheit, die dem menschlichen Willen nicht mehr unterworfen ist. - Nur noch der absolut gesteigerte Gewinn spielt eine Rolle.

Wer sich als Betrieb dieser eisernen Hierarchie - mehr als das ist ein Konzern nicht - ausliefert, hat im Grunde seine gesunde Existenz aufgegeben und wird entweder von anderen Konzernen geschluckt oder wird selbst zu einem nur noch negativ ausgerichteten Machtgebilde. Und wer sich als Staat von Konzernen abhängig macht, gibt seine Regierungsfähigkeit auf. Ihm fehlt genau die gesunde Macht, die Belange des Staates nach seiner eigenen Einsicht zu regeln.

Konzerne können ab einem gewissen Punkt ihrer innersten Natur nach nur noch zerstörerisch wirken. Sie können nur noch Vorteile für ihre Kapitaleigner bringen. Dann ist das wirtschaftliche Handeln vollkommen von menschlichen Erwägungen losgelöst - entpersonalisiert. Entmenschlicht.

Politik ist darauf angewiesen, Belange und Menschen zu lenken. Direktiven zu planen und durchzusetzen. Dem entziehen sich Konzerne erfolgreich, weil sie keine Menschen sind und keine Belange kennen. Sie kennen nur Gewinn, Gewinn, Gewinn.

Konzerne sind aber auch gar nicht in der Lage, etwas anderes außer ihrer Gewinnsucht zu sehen. Sie sind von ihrem Aufbau her schon so konzipiert, dass alles außer Gewinn nichts wert ist. Sie sehen die Leichen nicht, deren Haut sie zu bestimmten Terminen als Dividende auszahlen. Sie verstecken sich in schnellen Autos und hinter hübschen Krawatten.

Konzerne sind nur ein gedanklicher Aufbau, der genau wie alle Ideen darauf angewiesen ist, dass ihm die Menschen Glauben schenken. Solange die breite Masse unaufgeklärt und blind vertrauend der Annahme ist, Konzerne hätten im Wirtschaftsgefüge eine sinnvolle Funktion, wird es den Reichen weiterhin gelingen, die Volkswirtschaften mit diesem unmenschlichen Instrument auszubeuten. Doch die Durchsetzungskraft der Konzerne endet dort, wo Menschen sich dem Einfluss der Konzerne entziehen. Weltweit sieht die Entwicklung jedoch nicht danach aus. Die Konzerne sind dabei, sich die Welt komplett unter den Nagel zu reißen. Immer deutlicher tritt zutage, dass Konzerne reine Profitmaschinen sind, die Menschen zerstören, Kultur mit Füßen treten, Menschenrechte selbstverständlich missachten, Staaten ihren niedrigen Zwecken dienstbar machen.

Konzerne befallen die Welt wie eine unaufhaltsame Krankheit. Sie überziehen alle Länder und Nationen mit einem undurchschaubaren Geflecht von Abhängigkeiten. Sie infiltrieren die Politik und nutzen die Bestechlichkeit der Menschen rigoros zu ihren Zwecken aus.

Durch den permanenten Austausch und die damit verbundene Anonymität der Aktienbesitzer und durch "besondere staatliche Zugeständnisse" können alle Schandtaten der Konzerne nur über den Weg der Gewinnminimierung geahndet werden. Sie bekommen irgendwelche Geldstrafen aufgebrummt, lachen sich aber zu Hause halbtot, weil sie trotz der Geldstrafen mit ihren Falschheiten und Untaten überaus erfolgreich waren. Die Drahtzieher der Lüge und Auftraggeber der Morde bleiben persönlich unbehelligt. Nur in ganz seltenen Ausnahmesituationen werden Manager tatsächlich vor Gericht gestellt und entkommen selbst noch dort mit Urteilen, die sehr an die berühmten 30 Stunden Ableistung sozialer Arbeit erinnern.

Irgendwann kommt die Zeit, wo die Menschen sich gegen die Herrschaft der Konzerne wehren werden.

Die Macht und die Auswirkungen der Konzerne sind weithin mit Krieg gleichzusetzen. Sie führen einen erbarmungslosen Kapitalkrieg gegen den Rest der Welt. Sie sind federführend an schlimmster Kolonialpolitik beteiligt und wollen nicht sehen, was sie anrichten. Sie haben sich die Freiheit auf die Fahne geschrieben und meinen damit nur die eigene.


Kommentare:



01


Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat der Finanzwelt auf dem Neujahrsempfang der Deutschen Börse kräftig die Leviten gelesen. Für die derzeitige Finanzkrise machte Steinbrück in erster Linie die Börsianer und ihre "Übertreibungen und Maßlosigkeiten" verantwortlich.

Ein Heimspiel war es sicher nicht, dass der Finanzminister vor den rund 1000 teils hochkarätigen Gästen des Empfangs absolvieren musste. Freundlich im Ton, aber bisweilen hart in der Sache, erinnerte er die Banker und Börsenhändler an ihre Verantwortung jenseits "der legitimen wirtschaftlichen Interessen". An anderer Stelle wurde er deutlicher und sprach von einem "Rattenrennen nach Renditen", dass einige in den vergangenen Jahren gestartet hätten. "Übertreibungen und Maßlosigkeiten" seien auch an der aktuellen Krise schuld, die nichts weiter sei als die notwendige Korrektur dieser "Exzesse". Weiter...:

http://www.stern.de/politik/deutschland/:Steinbr%FCcks-Brandrede-Rattenrennen-Rendite/609191.html


02
Bewusstseinsänderung

In modernen Gesellschaften droht alles zum Produkt zu werden, Produkte aber werden in Quantitäten gemessen. Davon sind Kultur und Wissenschaft, ja überhaupt alle menschlichen Beziehungen betroffen. Wo alles zum Markt wird, ist der Mensch auf messbare Funktionen reduziert, besonders auf seine Rolle als Verbraucher. Daraus folgt eine Verdinglichung des Menschen und all seiner Beziehungen. Wenn alles Material wird, wird auch der Mensch Material - "Menschenmaterial" ist nicht erst eine zynische Begriffsbildung im tatsächlichen Krieg, sondern in unserer ganzen Wirtschafts- und Wertestruktur! Was ist dagegen zu tun? Selbstorganisation von kulturellen Subsystemen auf Non-Profit-Basis könnte sich als durchaus sinnvoll erweisen, insofern dadurch das demokratische Kräftespiel unterstützt würde, das Kapital und Medien zur Farce werden zu lassen drohen. Der Staat könnte durch engagierte Zivilcourage, durch Bürgerengagement und Einmischung motiviert werden, seine Aufgabe wahrzunehmen, die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Wirtschaften zu setzen und durchzusetzen. Erfindung und Ausübung eines solchen Bürgerengagements gehören in die Lehrpläne der Schulen! Inhalt der notwendigen Weiterentwicklung wären die Optimierung der politischen Wirkung ebenso wie die Qualität des Umgangs miteinander und die genaue Prüfung der Ziele im Sinne nachhaltigen Lebens und Wirtschaftens. Es wird dabei darauf ankommen, zu durchschauen, wie Wirtschaft und Politik die Muster unserer Wahrnehmung der Wirklichkeit prägen. Das ist die Voraussetzung dafür, diese Muster durch kreatives Handeln aufzubrechen. Solange wir dies nicht leisten, werden wir mit unendlicher Gier und in immer größerer Geschwindigkeit die endlichen Ressourcen der Erde verbrauchen. Abgesehen davon, dass einige wenige den größten Teil dieser Ressourcen für sich in Anspruch nehmen, dieses Monopol gewaltsam verteidigen und damit die Ungerechtigkeit bei der Verteilung weltweit dramatisch zunimmt, kann dieser Prozess im endlichen System Erde nicht unendlich lange andauern. Die Möglichkeit zur Lösung des Widerspruchs liegt in der Eindämmung der Gier und in einem intelligenteren Wirtschaften, das systemisch und nachhaltig arbeitet. Letzteres ist möglich, wenn es politisch gewollt wird; Ersteres ist erreichbar durch Bewusstseinsschulung. Wo eines auf das andere aufbaut, kann den Herausforderungen der Zeit kreativ begegnet werden.

Heinz, 31.01.2008


03
Der Generationenvertrag und die Rentenpolitik

Die gesetzliche Rente funktioniert als Umlageverfahren. Die Arbeitnehmer überweisen einen Teil ihres Gehalts an die Rentenkasse. Diese leitet es sofort an die Rentner weiter. Ein einfaches und effizientes Verfahren. Nur so war es möglich, nach dem Krieg die Alten sofort ins Wirtschaftswunder mitzunehmen - und nach der Wende die Rentner im Osten.
    Dieses bewährte System werde jetzt geopfert, sagt Albrecht Müller. Der Ökonom und SPD-Politiker war früher enger Mitarbeiter von Karl Schiller, Willy Brandt und Helmut Schmidt. Die aktuelle Rentenpolitik nütze den Konzernen, aber nicht den Versicherten, sagt Schiller: "Die Versicherungswirtschaft, die Banken und die Finanzdienstleister handeln in ihrem Interesse. Das ist legitim. Sie haben sich ausgerechnet, wenn es ihnen gelingt, nur zehn Prozent der gesetzlichen Rente auf ihre Mühlen umzulenken, dann haben sie ein Umsatzplus von 16 Milliarden Euro Prämien pro Jahr. Und mit 16 Milliarden kann man natürlich eine riesige Propaganda machen," so Schiller. Weiter:

    http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,y2gj4uk96fwbal68~cm.asp

    Heinz, 06.02.2008


    04
    Mehrwertsteuer bremst Konsumfreude

    Die Mehrwertsteuererhöhung aus dem vergangenen Jahr bremst nach einer DIHK-Untersuchung weiterhin die Konjunktur. Zusammen mit steigenden Energiepreisen werde sie 2008 einen halben Prozentpunkt Wirtschaftswachstum oder rund 100 000 Arbeitsplätze kosten, teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag mit.
      "Der steuerbedingte Preisanstieg hat den Verbrauchern die Konsumfreude deutlich verhagelt", sagte DIHK-Chefvolkswirt Treier. Die Politik und Konjunkturexperten hätten die Effekte auf dem Konsum unterschätzt.

      Friedrich, 07.02.2008


      05


      Unsere "Volksvertreter" werden doch am Nasenring, von den Lobbygruppen, durch die Arena der Lächerlichkeiten gezogen.

      http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18749/1.html

      »Meinung für Millionen -Wie Interessengruppen die öffentliche Meinung beeinflussen«

      http://www.otto-brenner-preis.de/dok...rter-text.html

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=3044

      Selbst unsere Gesetzte werden bereits von Anfang an von Anwaltskanzleien aus unserem schönen Amerika gemacht; "die wohl beste Beziehungen in und nach Washington haben" (s. Artikel). Amerika wird es uns sicherlich danken, dass wir uns zum 51-sten Bundesstaat der USA entwickeln. »Ihr Wort wird Gesetz«

      http://www.otto-brenner-preis.de/dok...rter-text.html

      Besonders schöne Doko. letzten Sonntag bei der ARD - Rentenangst -; 09.03.2008; 23:30 Uhr -. Darin wurde beschrieben wie sog. "Unabhängige" Experten und Medien für die Privatversicherungen arbeiten. Die Bevölkerung wird anscheinend seit Jahren mit falschen Fakten gefüttert und bewusst belogen, um das System Zugunsten der Privaten Versicherungen umzustellen. Unter anderem Herr Miegel und sogar unser Herr Riester (Schwarzarbeiter) werben ständig für diese Umstellung (s.Doku./ Rentenangst)

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=2467

      http://www.readers-edition.de/2008/0...ne-weggehauen/

      Ferner haben ehrenhafte Politiker für eine Renten-Versicherung geworben und diese Versicherung hat über 1,8 Milliarden eingesammelt. Nun ist sie zwischenzeitlich pleite und die über 100 000 betroffenen Rentner stehen jetzt vor dem Nichts..

      http://www.welt.de/wirtschaft/articl...st_pleite.html

      http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/721/117594/

      Angesprochen wurde auch das Rentensystem in England, wo es unter Thatcher ebenfalls umgestellt/ privatisiert wurde und die Rentner nun arbeiten bzw. ihre Häuser verkaufen müssen und sogar aus Verzweiflung Selbstmord begehen. Wiederh. der Doku. Rentenangst: 24.03.08, 01:15 Uhr Eins EXTRA/ 25.03.08, 22:00 Uhr Eins EXTRA/ 30.03.08, 16:00 Uhr Eins EXTRA/ digital; 05.05.08, 21:00 Uhr Phoenix ( Kabel + Satellit).

      Eine Art Zusammenfassung lief wohl bei plusminus
      http://www.daserste.de/plusminus/bei...fwbal68~cm.asp

      Video stream zum Beitrag v. Plusminus:
      http://www.daserste.de/mediathek_bla....asp?cid=16832

      Tja, dass ist nun die schöne Welt der Lobbygruppen, bei uns und in der EU, wo in und für alle Lebenssituationen immer mehr Wettbewerb, Wettbewerb, Wettbewerb und Privatisierung gepredigt wird und die Demokratie und letztendlich auch die Menschen auf der Strecke bleiben. Wie unsere Lobbygruppen immer so schön zu sagen pflegen und unsere Politiker es genau so schön nachplappern, " Es gibt keine Alternative dazu". Freu mich schon auf die nächsten Millionen von armen Rentnern, Kindern und Suppenküchen. Danke allen "Christlich-Liberalen" , dass wir Oberen 10 000, dank Euch, nicht am Hungertuch nagen müssen.

      Michael Fischer, 13.03.2008


      06


      Meiner Meinung nach ist die von Heinz beschriebene Bewusstseinsänderung genau der Schlüssel zum eigentlichen Problem. Denn das Problem an sich sind nicht die Konzerne selbst, wie oben dagestellt sind Konzerne lediglich Vertragssysteme. Diese werden aber von Menschen gemacht, und sind
      v o n d i e s e n so aufgebaut, dass sie nur der Gewinnmaximierung dienen.

      Das Problem besteht also eher darin, dass unsere Welt derzeit (ohne positive oder negative Wertung früherer Zeiten) auf dem Kapital oder auch Material aufgebaut ist (deshalb Kapital- oder Materialismus). Dadurch wird der "Gewinn", sprich das Geld, über alles andere gestellt - über das Wohl der Mitmenschen (und genaugenommen auch das eigene Wohl, denn wie gut geht es mir wirklich, wenn ich Millionen verdiene, aber dafür sieben Tage die Woche arbeite und meine Familie so gut wie nie sehe), über den Bestand der natürlichen Ressourcen, über den Tod eines Kindes an Hunger alle drei Sekunden.

      Dies kann sich nur ändern, wenn sich das Bewusstsein der Menschen ändert und sie merken, dass sowohl für sie als auch für ihre Mitmenschen das Glück nicht darin zu finden ist, das persönliche Kapital so gut wie möglich zu vergrößern, sondern in dem Versuch, das LEBEN aller soweit wie möglich zu verbessern. Ich kann sowohl reich, mächtig und unglücklich sein als auch arm, ohne Einfluss und glücklich - obwohl natürlich extreme Armut Glück verhindern kann.

      Diese angestrebte Bewusstseinsveränderung kann jedoch nicht mit ein paar Gesetzen oder staatlichen Maßnahmen erzwungen werden; dafür gibt es genügend Beispiele, als das größte kann man wohl den Kommunismus bezeichnen. Diese Veränderung muss vielmehr von innen heraus kommen. Das bedeutet konkret, dass jeder Einzelne gefordert ist, sich mit seinen Mitmenschen Themen auszutauschen und nach und nach zu einem veränderten Weltbewusstsein beizutragen. Oder anders ausgedrückt: "Die Herzen müssen verwandelt werden."
      (Baha\'u\'llah, Stifter der Bahai-Religion)

      Johannes Floeth, 13.03.2008
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