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Amflora Resistenzgen fürs Bakterium

Gewinn geht über Umwelt - Die Amflora-Kartoffel vom Konzern BASF gentechnisch verändert - hat etwas an Bakterien zu verschenken. Es handelt sich um ein Gen, das resistent gegen Antibiotika macht. So werden die Wesen, die sich nach den Menschen in der Welt durchsetzen, irgendwann entdecken, dass die explizite Dummheit der Menschen den Bakterien die tödliche Waffe in die Hand gab. Und diese Wesen werden nicht begreifen, warum der Mensch so dumm sein konnte. Es sei denn, sie begreifen unser aktuelles Konzernsystem.

Die Welt ist verloren, sagt sich die BASF Plant Science und möchte gern in der noch verbleibenden Zeit zu den Erfolgreichen gehören. Gentechnisch veränderte Kartoffeln sollen Gewinn bringen. Sie werden wohl in der Industrie Verwendung finden - für noch klebrigere Klebstoffe. Wahrscheinlich muss der Kartoffel gentechnisch nur noch der Drehverschluss und die Tubenform angezüchtet werden.

Zitat von der BASF-Seite:
"Gestern (04. Dezember 2006) veröffentlichte die EU-Kommission das Ergebnis der Abstimmung im europäischen Regelungsausschuss über die Zulassung der gentechnisch optimierten Stärkekartoffel Amflora. Dabei wurden 134 Stimmen für die Zulassung und 109 dagegen abgegeben bei 78 Enthaltungen.

Dennoch wurde damit die Zulassung nicht im ersten Schritt erreicht, da hierfür die so genannte "qualifizierte Mehrheit" mit mehr als 72,3% notwendig gewesen wäre. Innerhalb der nächsten drei Monate wird daher der EU-Ministerrat entscheiden. Sollte dabei ebenfalls keine qualifizierte Mehrheit erreicht werden, wird die Entscheidung von der EU-Kommission getroffen."

Daran kann leicht abgelesen werden, dass Entscheidungen von Instanz zu Instanz weitergereicht werden, bis sie am Ende den Willen der Konzerne bestätigen. Diese Art von Verwaltung könnte man sich sparen. Das wäre ehrlicher.

Für gute Gewinnaussichten werden Gegenargumente schon gerne verdrängt. Wenn ein in der Amflora-Kartoffel des BASF-Konzerns befindliches Gen, das Resistenz gegen Antibiotika macht, in die Umwelt gelangt, werden die Bakterien die ersten sein, die dieses Geschenk gerne annehmen. Darin werden sie keine Entscheidungsinstanzen benötigen, keinen Europa-Ministerrat, keinen Regelungsausschuss und auch keine Konzernhierarchie. Die Bakterien werden das Gen "naturnah" erproben und über den ihnen dabei entstehenden Gewinn glücklich sein.

Nur die Menschen mit den nicht mehr behandelbaren Infektionen, die durch solche immunisierten Bakterien verursacht werden, können dann in der kurzen ihnen verbleibenden Lebens- und Leidenzeit der BASF eine Postkarte schicken, in der sie dem Konzern herzlich für seine Gewinne gratulieren.

Die Zusammenarbeit der Konzerne mit der europäischen Politik ist perfekt.

Aufruf


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe KollegInnen, liebe FreundInnen,

wie in den Nachrichten auf WDR2 am heutigen Tage (17.7.2007) bekannt wurde, plant die EU in Brüssel die Genehmigung einer gentechnisch veränderten Kartoffel mit dem Namen "AMFLOY". (Anmerkung: Der WDR gab die Auskunft, dass es sich um die Kartoffel Amflora handelt.)

Diese Kartoffel, die einen besonders hohen Stärkewert hat, ist nicht für den Verzehr bestimmt, sondern soll in der Industrie u.a. zur Herstellung von Kleber etc. eingesetzt werden.

Aber: Sie beinhaltet ebenfalls Gene, die eine Resistenz gegen Antibiotika bewirken und ist somit, kommen diese in den Naturkreislauf (was sich nicht verhindern ließe), extrem lebensgefährlich.

Die Folge einer generellen Antibiotikumresistenz bei Bakterien ist eine drastisch ansteigende Todesrate bei Menschen und Tieren durch bakterielle Vergiftung im Körper und Krankheitsbilder wie z.B. tödliche Hirnhautentzündung, Blutvergiftung mit anschließendem multiplen Organversagen, Infektionen des Herzens und der Koronargegend bis hin zum Herztod, Leberentzündung, Leberkoma, Nierenversagen etc..

Schon eine kleine Entzündung im Körper, verursacht durch Bakterien, wirkt sich damit vollkommen tödlich aus! Die Gefahr, Operationen und kleinere Eingriffe nicht mehr zu überleben, wird extrem hoch, denn ohne Antibiotikum werden sich die dabei auftretenden bakteriellen Entzündungen nicht verhindern lassen!

Selbst ein vereiterter Zahn führt damit unweigerlich zum Beerdigungsinstitut statt zum Zahnarzt! Die kleine Schnittwunde am Finger zum unweigerlichen Hirntod!

Sie sehen, die Zulassung dieser Kartoffel durch die EU-Gremien ist vollkommen verantwortungslos und stellt einen offenen Bruch gegen jeden Eid und jede Pflicht dar - sie darf von uns nicht hingenommen werden! ES DARF KEINE AMFLOY GEBEN!!!!!!!

Was können Sie tun?

Sprechen Sie mit jedem, den Sie kennen, darüber! Bilden Sie Bürgerinitiativen, sammeln Sie Unterschriften gegen AMFLOY, machen Sie den Politikern an Ihrem Wohnort, in Ihrem Land und auch den Bundestags- und Europaabgeordneten klar, dass hier immer noch die Bevölkerung bestimmt, ob wir alle durch so etwas sterben wollen oder nicht. Bringen Sie bei allen politischen Gremien Petitionen ein.

HIER NICHTS ZU TUN, HEIßT, SICH AUF DIE SEITE DER IGNORANZ UND DER DUMMHEIT ZU STELLEN, denn ... ES GEHT AUCH UM IHR LEBEN!!!

Mit freundlichen Grüßen aus Duisburg

K.-H. Steinert
steinert@partei-sag.de
Tellmannstr. 12
47167 Duisburg
Tel.: 0174 4231935 (mobil)

www.partei-sag.de
www.sag-nrw.de




Kommentare



01


Wie genau soll sich die Resistenz gegen einige Antibiotika, die in den Genen der Kartoffel angelegt sind zu einer generellen Resistenz von Menschen/Tieren gegen Antibiotika verändern? Und die kriegen doch sowieso keinen Schnupfen.. das solle man sich nochmal genauer erklären lassen. Und ich denke es ist im Grunde ganz sinnvoll, wenn für die Herstellung von Papier und anderen Produkten weniger Energie verbracuht wird. Falls der Strom mal rationiert wird, dann lässt das Mir und Euch mehr Elektrizität pro Person, um im Internet uninformierte Artikel und Kommentare zu schreiben ..

08.03.2010
02
Guten Abend!



Beim Lesen Ihres Artikels zur gentechnisch veränderten Kartoffel "Amflora" konnte ich leider in vielen Passagen des Textes nur mit dem Kopf schütteln. Ich bin selbst kein Verfechter der uneingeschränkten Nutzung der Gentechnik, aber in Ihrem Artikel versuchen Sie völlig unnötig mit der Unwissenheit eines Großteils der Bevölkerung im Bezug auf Gentechnik Meinung zu machen. Dabei verdrehen Sie die Wahrheit wissentlich oder unwissentlich. Sie schreiben z.B.:

1. "... Aber: Sie beinhaltet ebenfalls Gene, die eine Resistenz gegen Antibiotika bewirken und ist somit, kommen diese in den Naturkreislauf (was sich nicht verhindern ließe), extrem lebensgefährlich ..."

Antibiotikaresistenzgene sind keine Kunstprodukte! Sie stammen alle aus der Natur selbst (sind also schon längst in deren Kreislauf) und wurden fast alle aus Bakterien oder Pilzen selbst isoliert. Ursprünglich wurden sie von den Organismen "erfunden", die die jeweiligen Antibiotika selbst produzieren, um sich nicht selbst zu vergiften. Bakterien sind in der Lage untereinander diese (aber auch andere) Gene auszutauschen. Dieser Vorgang passiert seit Urzeiten und ist im Großen und Ganzen Teil der Evolution! Seit jeher kommt der Mensch daher in Kontakt mit (potentiell) antibiotiaresistenten Bakterien. Und trotzdem gibt es uns immer noch...! Von einer allgemeinen Lebensgefahr kann daher überhaupt keine Rede sein!
br> 2. "... Die Folge einer generellen Antibiotikumresistenz bei Bakterien ist eine drastisch ansteigende Todesrate bei Menschen und Tieren durch bakterielle Vergiftung im Körper und Krankheitsbilder wie z.B. tödliche Hirnhautentzündung, Blutvergiftung mit anschließendem multiplen Organversagen, Infektionen des Herzens und der Koronargegend bis hin zum Herztod, Leberentzündung, Leberkoma, Nierenversagen etc. ..."
Zwar KANN eine Infektion mit antibiotikaresistenten Bakterien lebensgefährlich sein, bisher sind multiresistente Bakterienstämme aber noch selten und zumeist fallen diesen bereits geschwächte Patienten zum Opfer (was nicht heißen soll, dass diese Opfer nicht möglichst verhindert werden sollten...). Einem gesunden Menschen können diese Bakterien so schnell nichts anhaben. Auch hier kann von einer allgemeinen Gefahr nicht die Rede sein!

3. "Schon eine kleine Entzündung im Körper, verursacht durch Bakterien, wirkt sich damit vollkommen tödlich aus! Die Gefahr, Operationen und kleinere Eingriffe nicht mehr zu überleben, wird extrem hoch, denn ohne Antibiotikum werden sich die dabei auftretenden bakteriellen Entzündungen nicht verhindern lassen! Selbst ein vereiterter Zahn führt damit unweigerlich zum Beerdigungsinstitut statt zum Zahnarzt! Die kleine Schnittwunde am Finger zum unweigerlichen Hirntod!"

Falsch! Sollten Krankheiten verursachende Bakterien gegen eins oder mehrere Antibiotika resistent sein, so kann dies zwar die Behandlung erschweren, aber in fast allen Fällen gibt es andere Antibiotika, die dann gegen diese Erreger angewandt werden können. Es gibt ca. 80 verwendete antibiotisch wirksame Substanzen, gegen nur zwei davon vermittelt das in "Amflora" verwendete Gen eine Resistenz - Kanamycin und Neomycin. Diese beiden Antibiotika dienen als Reserve-Antibiotika, werden also nur noch selten und wenn überhaupt fast nur äußerlich eingesetzt. Die allermeisten Patienten würden eine solche Infektion überleben, wobei ich natürlich tödlich endende Einzelfälle nicht ausschließe (Sie dagegen schließen ein Überleben ja generell schon aus...)! Ihre Darstellung der uns blühenden Zukunft ist daher völlig übertrieben und kann getrost als verantwortungslose Panikmache bezeichnet werden!

Und letztendlich: Der größte Verbreiter von Antibiotikaresistenzen ist nicht die Gentechnik sondern die Bevölkerung selbst, indem sie eigenmächtig vom Arzt verschriebene Antibiotika nicht oder nicht richtig anwendet und/oder alte Antibiotika im normalen Hausmüll entsorgt, so dass Bakterien allen Grund haben Resistenzgene gegen die so überall im Überfluss vorhandenen Antibiotika auszutauschen.

Mit freundlichen Grüßen

S.U. 08.03.2010
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