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Monsanto, mit Gift und Genen

von Friedrich Hunold

Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns "Monsanto Chemical Works", dem weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt "Monsanto" auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid "Agent Orange" her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen "Monsanto"-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.

Das 1901 in St. Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen "Monsanto Chemical Works" war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde. In der Vergangenheit machte "Monsanto" mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Rindern sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter dem Namen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.

Heute ist "Monsanto" weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der heute derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind "Monsanto"-Patente. Und über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen von "Monsanto". Aber noch nie hat ein agro-industrielles Patent so sehr die Gemüter erhitzt. Der Dokumentarfilm fragt nach den Gründen für die Aufregung und erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen überhaupt geht. Am Ende steht die Frage, ob "Monsanto"-Produkte Fluch oder Segen für die Menschheit sind.

Kommentar:

Vor einiger Zeit durfte ich diesen Film sehen und ich dachte mir, das solltest Du mal zu Papier bringen. Die Masche ist einfach und genial. Monsanto nimmt eine Pflanze, die irgendwo auf der Welt angebaut wird, und manipuliert die Gene. Diese Pflanzen werden dann resistent gegen Krankheiten. Diese Pflanzen werden dann einfach mit einem Patent belegt und werden verkauft. Später stellt sich dann heraus, dass diese Pflanzen aber von einer anderen Krankheit befallen werden und Monsanto hat durch Zufall das geeignete Spritzmittel. Also verdient diese Firma doppelt. Diese genmanipulierte Pflanzen dürfen wegen dem Patentrecht nicht nachgezogen werden. Das Saatgut muss ausschließlich über Monsanto bezogen werden.

Selbst das Zurückhalten der Ernte zwecks Saatgutgewinnung wird verfolgt und geahndet. Jetzt sollte man sagen, nehmen wir anderes Saatgut und bestellen unsere Felder damit.

Das geht aber nicht, da diese Spritzmittel so agressiv sind, dass dort nichts anderes mehr wächst. Über Jahre hinaus müssten diese Felder brach liegen, bis man etwas anderes dort anpflanzen könnte.

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Kommentare:



01
Monsanto will weltweites Schweine-Monopol

Gefährliche Machtkonzentration in der Lebensmittelproduktion. Autor: Dr. Christoph Then

Der US-amerikanische Saatgutkonzern Monsanto produzierte ursprünglich chemische Spritzmittel für die Landwirtschaft. Doch seit Jahren weitet er seine marktbeherrschende Stellung auf die ganze Lebensmittelproduktion aus. Die Methoden: Firmenaufkäufe, Patente auf normales und genmanipuliertes Saatgut, Pflanzen, Tiere und Lebensmittel, Gerichtsprozesse gegen Landwirte. Das jüngste Beispiel: Zwei weltweit angemeldete Patente auf Schweinezucht. Die Schweineherden will sich Monsanto gleich mit patentieren lassen.

Beide Patente haben letztlich zum Ziel, Schweine zu erzeugen, die schneller wachsen, um so langfristig die Kosten in der Fleischproduktion weiter zu senken.

Die Patente WO 2005/017204 und WO 2005/015989 sind seit Februar 2005 bei der Weltpatentbehörde in Genf (World Intellectual Property Organisation, WIPO) im Register verzeichnet. In der Patent-Anmeldung listet Monsanto mehr als 160 Länder auf, in denen das Patent gelten soll, darunter 27 Staaten in Europa, Asien (Indien, Philippinen, China), Amerika (USA, Brasilien, Mexiko), Russland und Australien. Die WIPO kann allerdings derartige Anmeldungen nur entgegennehmen, aber selbst keine Patente erteilen. Die Anträge werden deswegen an die jeweiligen Patentämter wie zum Beispiel in den USA oder Europa weitergereicht.

Schweine sind keine Erfindung

Patentieren kann man eigentlich nur neue Erfindungen. Obwohl die beiden Patentanmeldungen nicht auf echten Erfindungen basieren, macht Monsanto extrem umfassende Ansprüche geltend:

1. Im Patent WO 2005/015989 beschreibt Monsanto bereits gebräuchliche Methoden in der Schweinezucht wie Kreuzung, Selektion und künstliche Besamung. Die angebliche Erfindung sind bestimmte Kombinationen dieser Elemente, um die Zucht von Tieren zu beschleunigen, die schneller wachsen oder andere ökonomische Vorteile bieten sollen. Beansprucht werden die beschriebenen Verfahren, aber auch die resultierenden Tiere bis hin zu ganzen Herden. Folgende Beispiele sind zitiert aus der Patentanmeldung (Seite 53/54):

  • Anspruch 43: A target herd produced using a method according to ... (Eine Ziel-Herde, bei deren Produktion folgende Methoden eingesetzt wurden...)
  • Anspruch 53: A swine production (SP) herd produced using ... (Eine Herde zur Schweineproduktion, die mit folgenden Mitteln produziert wurde...)
2. Das Patent WO 2005/017204 bezieht sich auf ein Verfahren zur Gen-Diagnose an Schweinen. Damit will Monsanto Schweine identifizieren, die aufgrund ihres natürlichen Genoms besonders schnell wachsen, zum Beispiel, indem sie ihr Futter besonders schnell oder effektiv in Fleisch umsetzen. Solche Gen-Varianten wurden bereits bei Mensch und Tier beschrieben.

Auch hier beansprucht Monsanto nicht nur die Diagnose-Methoden, sondern auch die Tiere selbst (Seite 37-40):
  • Anspruch 16: A pig offspring produced by a method... (ein Ferkel, produziert nach der Methode...)
  • Anspruch 17: A pig herd having an increased frequency of a specific... gene... (Eine Herde von Schweinen, die eine größere Häufigkeit für ein bestimmtes Gen aufweist...)
  • Anspruch 23: A pig population produced by the method... (Eine Schweinepopulation, die nach folgender Methode produziert wird...)
Nach dem Wortlaut der Ansprüche will Monsanto Schweine, Ferkel und Mastschweine gleichermaßen wie das verwendete Gen und die Verwendung der genetischen Information monopolisieren.

Monsantos Ziel: Ein Monopol auf die Produktion von Lebensmitteln

Die beiden Schweine-Patente müssen vor dem Hintergrund der Monsanto-Strategie gesehen werden, die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion auf allen Ebenen zu kontrollieren und monopolisieren. Ursprünglich machte Monsanto seinen Umsatz mit Pestiziden und anderen Produkten im Bereich der Agrochemie.

In den letzten zehn Jahren hat der Konzern weltweit etwa zehn Milliarden US-Dollar investiert, um Saatguterzeuger und andere Unternehmen im Bereich landwirtschaftlicher Produktion aufzukaufen. 2005 übernahm Monsanto unter anderem den weltgrößten Produzent für Gemüse-Saatgut, Seminis, für eine Milliarde US-Dollar.

Zudem hält Monsanto extrem weitreichende Patente auf Saatgut, die aber längst nicht immer in Zusammenhang mit dem Anbau von Gen-Saaten stehen. Diese Patente umfassen auch die Ernte, zum Teil bis hin zur Verwendung als Tierfutter oder in Lebensmitteln.

Ein Beispiel: Monsanto hält in Europa ein Patent auf genmanipulierte Soja-Pflanzen, das auch deren Anbau und alle Teile der Pflanzen umfasst. Auf dieser Basis hat Monsanto jetzt in Europa Gerichtsverfahren gegen Soja-Produzenten in Argentinien eingeleitet, um zusätzliche Gebühren zu erheben, wenn deren Ernte nach Europa importiert wird. Monsanto hat aber auch Patente auf normales - nicht gentechnisch verändertes - Saatgut angemeldet, wie zum Beispiel Weizen aus Indien und Sojabohnen aus China.

Mit der Anmeldung der Patente auf Schweine versucht Monsanto, sich ein neues lukratives Geschäftsfeld zu eröffnen. So wird in der Patentschrift WO 2005/017204 in Bezug auf die Schweineproduktion erklärt: Der ökonomische Einfluss dieser Industrie auf die ländlichen Regionen der USA ist enorm. Normalerweise setzen die Landwirte pro Jahr mehr als 11 Milliarden US-Dollar um, während der Wert der Ware, die im Einzelhandel an die Verbraucher verkauft wird, 38 Milliarden US-Dollar erreicht.

Machtkonzentration in der Lebensmittelwirtschaft

Insgesamt ist die Entwicklung dramatisch. Einige wenige multinationale Unternehmen kontrollieren bereits jetzt den internationalen Markt für Saatgut: Monsanto, Bayer, Dupont, Syngenta. Durch die (fast) weltweite Vergabe von Patenten, die alle Ebenen der Lebensmittelproduktion umfassen, geraten Landwirte und Lebensmittelhersteller in einem nie dagewesenen Ausmaß in direkte Abhängigkeit von diesen Konzernen. Die Kontrolle der Nahrungsmittel gerät in die Hände einiger weniger Konzerne, die zugleich auch weltweit versuchen, gentechnisch veränderte Saaten einzuführen.

Greenpeace fordert:
  • ein weltweites Verbot von Patenten auf Saatgut und landwirtschaftliche Nutztiere sowie auf die damit in Zusammenhang stehenden genetischen Ressourcen.
Lesen Sie weiter über die Konzernstrategien von Monsanto und andere Patentfälle. Und machen Sie mit bei unserer internationalen Protestaktion gegen Monsantos Patente auf Tiere und Pflanzen.

V.i.S.d.P.: Dr. Christoph Then

Gustav, 5. Mai 2008
02
Sie tun der Sache aber keinen Gefallen, wenn Sie sich zu solchen unbelegbaren Behauptungen hinreißen lassen:

"Selbst ein vereiterter Zahn führt damit *unweigerlich* zum Beerdigungsinstitut statt zum Zahnarzt! Die kleine Schnittwunde am Finger zum *unweigerlichen* Hirntod!"

denn mit der Annahme, dass sich Bakterien resistent gegen bestimmte Antibiotika zeigen, geht nicht einher, dass es keine anderen Schutzmaßnahmen gibt, - allerdings verstehe ich ihre Warnung durchaus.

Henny, 10. Oktober 2008
03
Ich habe mir soeben die Doku angesehen und bin einfach nur sprachlos. Hier ein Link:

www.effektive-mikroorganismen.eu/videobeitraege/434-monsanto-mit-gift-und-genen.html

Carla Grewenig, vom 15.05.2009
04
Monsanto ist keine Gefahr für die Menschheit. Die Gefahr liegt in den Regierungen dieser Welt, die

1. zulassen, daß das Saatgut verwendet werden darf. (Was hat Monsanto gegen die Politiker in der Hand, dass sie gegen besseres Wissen handeln?)
2. Gutachten unter den Tisch fallen lassen, weil das Geld bringt.
3. Forscher, die auf die Gefahren hinweisen, entlassen oder versetzen.
4. Mitarbeiter von Monsanto in den Landwirtschaftsbehörden beschäftigen und bestimmen lassen, was wo angebaut wird.
5. unfehlbar sind.
....

Sicher, die Menschheit muss auch in Zukunft ernährt werden. Mit Monsanto wird die zu versorgende Anzahl der Menschen verringert (Unfruchtbarkeit). Schade nur, dass sich z.B. Monsantomais nicht abschalten lässt, sondern ungewollt weiter verbreitet, bis der letzte Erdenbewohner ... (oder keinen Mais mehr isst).

Alle, die von Monsanto "finanziert" werden, sollten sich offen dazu bekennen. Zum Wohl der Menscheit dabei evtl. sogar straffrei davonkommen.

Alle Wissenschaftler, die Monsantoprodukte erfoscht haben, sollten die Ergebnisse veröffentlichen dürfen.

Alle, die wegen des Widerstands gegen Monsanto den Arbeitsplatz oder mehr verloren haben, sollten das Recht haben, zurückzukehren.

Alle, die durch Monsantoprodukte geschädigt wurden, müssen entschädigt werden.

Wie einige hunderttausend andere habe ich die Dokumentation mehrmals angesehen und frage mich jeden Tag, wie sowas heute möglich ist. Warum sieht die Mafia zu, wie ihre Kunden schwinden? Die Regierungen sind anscheinend unfähig, weiter als bis 16:30 Uhr zu denken.

Wolfgang, vom 07.10.2010
05
Wenn Nahrungsmittel und Leben patentiert werden können, dann schlage ich vor, "eine Patentanmelung auf "Gottes Schöpfung und der daraus entstandenen Evolution" zu beantragen. Antragsteller und Patentinhaber: Alle Bürger dieser Erde.

Eine verrückte Idee?

Sind die von Monsanto zur Patentierung entnommenen oder zugefügten Gene nicht auch "Gottes Schöpfung"?

Elmar, 08.06.2011
06
Wir leben heute in einer modernen Firmendiktatur...nicht die Poliker bestimmen die Gesetze sondern die Firmenbosse von VW, Monsanto oder der Deutschen Bahn bestimmen was "gut" für uns ist. Ich frage mich ernsthaft wie Politiker es verantworten können, das Landwirte gezwungen werden Gensoja anzubauen oder das sich diese "Todesfirma" weiter ausbreitet. Die Antwort darauf lautet: Geld hat in der Politik mehr Einfluß als Moral, Gerechtigkeit und das Wohl des Menschen. Es spielt keine Rolle ob man nun in Afrika, in Deutschland oder den USA lebt, wer Geld hat, hat die Gewalt über das "Untervolk". Nur die Art der "Gewalt" ist verschieden, in Afrika meist körperlich, bei uns seelisch.

Thomas, 15.01.2012
07
Die neue Lichtgestalt, Präsident Barack Obama, hat sich mit Monsanto-Mitarbeitern regelrecht eingedeckt. Kein Wunder, da bei den US-PräÂsidentenwahlen nichts ohne Sponsoren (oder man ist selbst mindestens Multimillionär) geht. Aber Sponsoren schaffen Abhängigkeiten/Verpflichtungen, auch in der Politik und nicht nur bei der Mafia.

2010 haben z.B. Bill Gates 900.000 und George Soras 500.000 "Montezumas"-Aktien (Monsantos-Aktien) gekauft! (Montezumas-Rache führt angeblich zu heftigen Durchfällen). Hoffentlich!!!

aloyssius, 03.10.2012
08
so kann es nicht weiter gehen, beobachte es schon über 20 Jahre, wie hier alles kaputt gemacht wird.Im Osten noch viel schneller, als im Westen, hier steht doch nicht der Mensch im Mittelpunkt, sondern die gemeine Industrie. Das im Ausland produzierte Lebensmittel ist viel billiger, als unsere gesunde Ware und mit den Textilien ganz zu schweigen.Man kann doch statt Arbeitslose, lieber hier bei uns produzieren,kostet weniger, als aus den Ausland und unsere Menschen sind wieder was wert.Aber die Älteren dummen Menschen hier, wollen nur billig, auf wessen Kosten,die Kinder- arbeit und die mit Gift spritzen müssen, da machen sich viele keine Gedanken.

Mit freunlichen Grüßen

Bärbel Melzer, 16.04.2013
09
Unterstützt bitte den AVAAZ Aufruf gegen die Machenschaften von Monsantos. Ein wichtigstes Mittel gegen die Übermacht dieser Konzerne ist die Aufklärung, die Weitergabe von Informationen. Es haben sich schon 1,5 Millionen beteiligt. Informiert euch auf der Seite von AVAAZ und macht mit.

Mit freundlichem Gruß

A. Stapelfeldt, 18.04.2013
10
Es zeigt, dass die ganze Welt korrupt ist, wenn es darum geht Macht zu haben und Geld in die eigene Tasche zu scheffeln.

Und so traurig es ist, es wird noch schlimmer werden als besser.

Wir Endverbraucher werden doch schon jetzt gezwungen bestimmte Produkte zu kaufen, einfach weil sie billiger sind und keiner die teuren Produkte mehr bezahlen kann. Auch hier sind im Hintergrund mit Sicherheit große Seilschaften produktiv.

Mit freundlichem Gruß

Desy, 23.04.2013
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