Neue Seiten · Neue Kommentare


3 Kommentare online


Gedanken zum Währungssystem

von Friedrich Hunold

Vor etlichen Jahren lernte ich in der Schule, dass sich unsere Währung und damit unser Geld auf Gold stützt. Das sah so aus. Wenn die Goldreserven hier in Deutschland sagen wir mal, 10 Milliarden Euro betragen, durfte auch nur Geld im gleichen Wert gedruckt werden. Das machte Sinn und war auch irgendwie logisch.

Seit einiger Zeit ist diese Bindung an dem Goldwert aufgehoben. Die Leitwährung unseres Geldes ist der US-Dollar. Dieses wäre aber weiter nicht tragisch, wenn, ja wenn die Währung stabil wäre. Ist sie aber nicht. Denn auch da, in Amerika, gibt es die Goldbindung nicht mehr. Unsere amerikanischen Freunde, dürfen Geld drucken, so viel sie brauchen. Weil es so ist, wissen unsere amerikanischen Freunde natürlich, das ihr Geld im Prinzip nichts Wert ist. Das Geld wird nach Bedarf gedruckt und uns wird gesagt, eure Währung hat sich nach uns zu richten.

Jetzt sind die Amerikaner ja nicht dumm. Die wissen, dass ihre Wirtschaft nur funktionieren kann, wenn sie viel Geld im Umlauf haben. Also werden Kredite bewilligt, wo sich hier mancher Bänker die Haare raufen würde. In Amerika gibt es etliche Milliarden US-Dollar Kredite, die nicht abgedeckt sind. Es ist abzusehen, dass ein Großteil dieser Kredite auch nie zurückgezahlt werden kann. Aber was ist zu tun, damit die amerikanische Wirtschaft nicht vor die Hunde geht? Die Geldexperten in Amerika haben da einen ganz gemeinen Trick drauf. Sie kaufen sich in der Welt ein. Also haben sie keine Goldbindung ihrer Währung, sondern eine Güter und Sachbindung. In allen größeren Unternehmen ist der Amerikaner beteiligt.

Ich wunderte mich vor etlichen Jahren, warum der Amerikaner mit seinen Konzernen alles kauft, was er bekommen kann. Für mich war nicht klar, warum ein US-Konzern in Berlin die Kanalisierung kauft, instandsetzt und dann den Berlinern Bürger vermietet. Aber es macht Sinn. Sollte die amerikanische Wirtschaft zusammenbrechen, haben die Konzerne doch ein schönes Druckmittel, um ihre Forderungen an uns durchzusetzen. Wir werden nämlich dann, dafür sorgen, das Amerika weiterhin die Nummer eins bleibt. Wir können gar nicht anders, da fast alle Firmen irgendwo in amerikanischer Hand sind.

Unsere amerikanischen Freunde unterstützen uns ja auch vortrefflich in der Bildung unserer europäischen Union. Auch das machen sie nicht, weil sie uns so lieb haben, nein, da steckt System hinter. Durch die Erweiterung der Europäischen Union, haben sie die Möglichkeit, auch weiter zu expandieren. Sich in wichtige Firmen einzukaufen, diese in billige Produktionsländer auszulagern und damit Geld zu verdienen. Der Effekt ist, dass die amerikanische Währung immer weniger Wert ist und unser Euro immer wertwoller wird. Für die Firmen ist das eine bittere Pille. Unsere Produkte, die im Ausland nur in US-Dollar verkauft werden dürfen, erzielen nicht mehr den tatsächlichen Wert. Firmen werden Pleite gehen und Produkte werden vom Markt verschwinden. Es gibt Gerüchte, dass die amerikanische Wirtschaft dieses auch so will.

Warum?: Die Amerikaner streben die Weltherrschaft an, das ist bekannt.

Das es nicht über Gewalt geht, zumindest nicht uns Europäern gegenüber, versuchen sie es über die Wirtschaft. Sollte der US-Dollar tatsächlich den Bach runter gehen, kommt Plan b. Der Amerikaner wird dann, weil ihm ja etliche Firmen in Europa gehören, mit uns eine Union eingehen. Das hat zur Folge, dass wir wieder eine Währungsreform über uns ergehen lassen müssen. Die neue Währung wird dann der Eurodollar werden. Dann warten wir mal ab, wann es soweit ist, dass wir noch den Eurodollarrubel erleben dürfen.


Kommentare:



01


Hallo, eine Goldwärung wieder einzuführen ist nicht die Lösung und führt in die Deflation. Nur die Deckung der mit dem Geld erwirtschafteten Waren und Dienstleistungen ist eine echte Deckung.

Gruß
Frank, 19. März 2008

02
Hallo Frank,

bist Du wirklich der Meinung, dass Geld irgendetwas erwirtschaften kann?

Geld ist doch nur die Leistungseinheit, wie m, m², ltr oder kg, mit der erbrachte Leistung (Einheit) bewertet wird und Ersatz für eine zu erbringende Gegenleistung. Also Leistung = Arbeit gegen Gegenleistung = Arbeit. Nur leider ist der Bewertungsmaßstab "Geld für eine Leistungseinheit" frei variabel und der Stärke der jeweiligen Verhandlungspartner unterworfen.

Gruß
Alfred, 10. April 2008

03
Ein Blick in die Geschichte,

im Mittelalter herrschte das Tauschgeschäft. Ein Bauer der von irgendeinem Produkt zu viel hatte, tauschte diese Sachen gegen andere Güter ein. Irgendwann in der Entwicklung der Menschheit, sagte man sich aber, das diese Produkte eben einen Wert darstellen. Produkte wurden in Gold aufgewogen, weil Gold eben das Wertvollste war, was man kannte. Man nahm das Gold und presste es zu Geldmünzen. Da das Warenangebot aber immer größer wurde und man das Gold über große Strecken transportieren mußte, ersann man eine Alternative. Man sagte sich, warum immer das Gold in der Gegend herumfahren, lassern wir es in einem Depot und bedrucken Papier. Papier ist einfach leichter zu transportieren. Es war aber gewährleistet, das jeder der dieses Papier bekam, auch den Gegenwert in Gold erhielt, wenn er es wünschte. So enstand unser Papiergeld gestützt auf den Goldpreis. Das machte auch Sinn.

Ich habe zuletzt eine Studie gelesen, wenn unser ganzes in Umlauf gesetzte Geld in Gold umgewechselt würde, würden die gesamten Goldreserven nicht ausreichen, dieses Geld zu decken. Wir werden also mit wertlosen Papierschnipseln bezahlt weil der Gegenwert nicht da ist. Jetzt fragt man sich natürlich, wie das passieren kann. Schuld sind die Zentralbanken, die die Lizens zum Gelddrucken innehaben. Jeder Euro der gedruckt wird, kommt als Kredit in die Landesbanken. Wie wir alle wissen, müssen Kredite mit Zinsen zurück gezahlt werden. Also wird unser Geld immer weniger Wert. Immer dann, wenn die Banken Verluste erleiden, bekommen sie frisches Geld. Somit ist der Kreislauf, der Geldentwertung geschlossen. Wir bekommen für unsere Leistungen zwar immer mehr Geld, das aber immer weniger Wert ist. Die Preise steigen und wir bekommen immer weniger dafür. Irgendwann wird dieses System komplett zusammenbrechen. Dann fallen wir wieder zurück in das Altertum und wir werden dann wieder Güter tauschen. Vielleicht ist es das, was unsere Politiker wollen?

Gruß
Freddy, 10. April 2008

Kommentar schreiben:
Name: E-Mail:
Ihr Kommentar erscheint auf dieser Seite sp├Ątestens nach 24 Stunden.
Unsere Datenschutzrichtlinien sind zu beachten.
© Hentschel/Hunold · Impressum · Kontakt · Nutzungsbedingungen
Inhaltsverzeichnis